Messung der Kühlkörperdicke

Moderne elektronische Geräte erzeugen während des Betriebs Wärme, und mit steigenden Leistungsniveaus wird eine effektive Wärmeableitung immer wichtiger. Ein entscheidendes Bauteil hierfür ist der Kühlkörper, der oft aus hochwärmeleitenden Materialien wie Aluminiumlegierungen, Messing oder Bronze gefertigt wird.

Um eine optimale thermische Leistung zu gewährleisten und Über- oder Unterdimensionierung zu vermeiden, ist eine präzise Messung der Kühlkörperdicke – insbesondere während der Produktions- und Designphase – unerlässlich. Traditionelle Methoden wie die manuelle Messung mit Schieblehren sind jedoch langsam, unzuverlässig und arbeitsintensiv.

Hier kommen chromatisch-konfokale Sensoren ins Spiel.

Anwendungsübersicht: Zwei-Kopf-Dickenmessung von Kühlkörpern

In diesem Fall verwendeten wir Hypersens chromatisch-konfokalen Punkt-Sensor (HPS-CFL030) zusammen mit dem Controller HPS-CF2000, um beidseitige Dickenmessungen an einem Kühlkörper aus reflektierendem Metall durchzuführen.

Messziele

  • Präzise Messung der Dicke eines Kühlkörpers an 18 Schlüsselstellen

  • Sicherstellung hoher Wiederholgenauigkeit und Stabilität der Messungen

  • Ersatz langsamer und inkonsistenter manueller Methoden

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Warum chromatisch-konfokale Sensoren?

  • Ideal für hochreflektierende Materialien wie Aluminium und Kupfer

  • Kontaktlose, hochauflösende Dickenmessungen möglich

  • Geeignet für Zwei-Kopf-Setups (gleichzeitige Messung von Ober- und Unterseite)

  • Hohe Geschwindigkeit, hohe Präzision und hohe Wiederholgenauigkeit

Testaufbau & Ablauf

Testumgebung

  • Indoor-Test bei stabiler Raumtemperatur

Sensor-Setup

  • Sensorköpfe: HPS-CFL030 (oben & unten)

  • Controller: HPS-CF2000

  • Koaxiale Ausrichtung der Sensoren mithilfe eines integrierten Zwei-Kopf-Kalibrierprozesses

Systemeinstellungen

  • Belichtungszeit: 400 µs

  • Medianfilterung und gleitender Durchschnitt: 128

  • Trigger-Modus: Timing-Trigger

Messablauf

  • 18 Messpunkte entlang der Kante des Kühlkörpers ausgewählt

  • An jedem Punkt erfasste das Zwei-Kopf-System die Positionen der oberen und unteren Oberfläche

  • Die Dicke wurde aus dem Distanzunterschied zwischen beiden Oberflächen berechnet

  • 10 Messzyklen wurden zur Überprüfung der Konsistenz durchgeführt

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Messergebnisse

  • Wiederholpräzision über alle 18 Punkte: ≤ 0,7 µm

  • Geringfügige Abweichungen an einigen Punkten aufgrund von Markertintenrückständen, die die Messung leicht beeinflussen können

  • Trotz möglicher Setup- und Markervariabilität zeigte das System eine ausgezeichnete Wiederholgenauigkeit