Kapazitive Füllstandssensoren für Öl und Kraftstoffe

Präzise Überwachung von Diesel, Hydrauliköl und Schmierstoffen. Driftfreie Messung ohne bewegliche Teile – ideal für Fahrzeugflotten, Generatoren und Industrieanlagen.

Kapazitive Füllstandssensoren von Longvista sind die erste Wahl für nicht leitfähige Flüssigkeiten. Im Gegensatz zu Schwimmerschaltern, die durch Verschmutzung verklemmen können, oder Ultraschallsensoren, die durch Kraftstoffdämpfe gestört werden, bieten unsere Sonden (LC16 & LC22) eine unübertroffene Stabilität.

Alle 2 Ergebnisse werden angezeigt


  • Optimiert für Kohlenwasserstoffe: Perfekt für Diesel, Heizöl, Kerosin und Hydraulikflüssigkeiten.

  • Verschleißfrei & Wartungsarm: Keine beweglichen Teile bedeuten keine mechanische Abnutzung – ideal für Umgebungen mit hohen Vibrationen.

  • Intelligente Integration: Signalausgänge in 4-20mA, 0-5V oder RS485 (Modbus) für die einfache Anbindung an SPS oder Telematiksysteme.


Schnell-Vergleich: LC16 vs. LC22

Merkmal LC16 – Kraftstoffsensor LC22 – Ölsensor
Hauptmedium Diesel, Benzin, Biodiesel Hydrauliköl, Industrieschmierstoffe
Einsatzbereich Fahrzeugtanks, Generatoren Baumaschinen, Hydraulikaggregate
Genauigkeit ±0.5% F.S. ±0.5% F.S.
IP-Schutzklasse IP67 IP68 (Hoher Schutz gegen Feuchtigkeit)
Besonderheit Kosteneffizient & Robust Hochtemperatur-Kompensation

Das kapazitive Messprinzip

Ein kapazitiver Füllstandssensor funktioniert wie ein Kondensator mit zwei Platten. Das Medium (Öl, Diesel oder Hydraulikflüssigkeit) dient als Dielektrikum.

  • Steigt der Füllstand, ändert sich die Dielektrizitätskonstante zwischen der Sensorsonde und der Referenzelektrode.

  • Die Kapazität erhöht sich, was von der internen Elektronik in ein präzises Ausgangssignal (4-20mA, 0-5V oder RS485) umgewandelt wird.

Da Kohlenwasserstoffe wie Diesel (εr ≈ 2.1)  sehr stabile dielektrische Eigenschaften haben, arbeiten unsere Sensoren im Vergleich zu Ultraschall oder Drucksonden nahezu driftfrei.


Auswahlhilfe: Der richtige Sensor für Ihren Tank

Die Wahl des Sensors hängt entscheidend von der Tankgeometrie und dem Material ab. Nutzen Sie diese Engineering-Checkliste:

1. Metalltanks vs. Kunststofftanks

  • Metalltanks: Hier dient die Tankwand oft als Referenzelektrode. Ein Standard-Stabsensor ist ausreichend.

  • Kunststoff- oder Verbundtanks: Da Kunststoff nicht leitend ist, fehlt die Referenz. Hier müssen Sie eine Koaxialsonde (Sonde in einem Referenzrohr) verwenden. Dieses Rohr erzeugt ein kontrolliertes elektrisches Feld und macht die Messung unabhängig vom Tankmaterial.

2. Medium und Temperatur

  • Diesel & Kraftstoffe: Der LC16 ist für den mobilen Einsatz optimiert. Er bietet digitale Dämpfungsalgorithmen, um Schwankungen durch Treibstoffschwappbewegungen während der Fahrt auszugleichen.

  • Hydrauliköl & Industrieschmierung: Der LC22 ist für höhere Temperaturen und raue Industrieumgebungen ausgelegt. Dank IP68-Zertifizierung ist er gegen Ölnebel und Feuchtigkeit vollkommen geschützt.

3. Präzision und Kalibrierung

Für maximale Genauigkeit (bis zu ±0,2% F.S.) empfehlen wir RS485-Modbus-Modelle. Diese erlauben eine Mehrpunkt-Kalibrierung, um auch bei unregelmäßigen Tankformen (z. B. zylindrische Liegetanks) eine lineare Volumenanzeige zu erhalten.


Engineering-Tipps für maximale Zuverlässigkeit

  • Der „5-mm-Abstand“: Achten Sie bei der Installation darauf, dass die Sonde etwa 5 bis 10 mm über dem Tankboden endet. Dies verhindert Kurzschlüsse durch Wasseransammlungen oder Bodensatz.

  • Vermeidung von Turbulenzen: Installieren Sie den Sensor nicht direkt unter dem Rücklauf oder der Befüllung. Schaumbildung und Verwirbelungen können die Kapazität kurzzeitig verfälschen.

  • Erdung: Eine saubere Erdung der Referenzelektrode (besonders bei Kunststofftanks) ist das A und O für ein rauschfreies Signal.


Fehlerbehebung & Wartung

Obwohl kapazitive Sensoren aufgrund fehlender beweglicher Teile extrem wartungsarm sind, können Umgebungsfaktoren die Messung beeinflussen. Hier erfahren Sie, wie Sie typische Probleme lösen:

Symptom Mögliche Ursache Lösung
Schwankende Messwerte Kraftstoffschwappen oder EMI-Rauschen Digitale Dämpfung (Averaging) aktivieren; geschirmte Kabel verwenden.
Plötzlicher Anstieg auf 100% Wasser im Tankboden (Kurzschluss) Wasser abscheiden; 5–10 mm Abstand zum Boden sicherstellen.
Nullpunktdrift nach Wochen Paraffin- oder Wachsablagerungen Sonde reinigen (besonders bei Winterdiesel); glatte Elektroden verwenden.
Ungenauigkeit nach Tankstopp Geänderte Kraftstoffmischung (z. B. B100) Neukalibrierung durchführen oder RS485-Modelle mit Multi-Punkt-Kompensation nutzen.

Technologie-Vergleich: Warum kapazitiv für Öl & Diesel?

Viele Kunden schwanken zwischen verschiedenen Technologien. Diese Tabelle hilft bei der Entscheidung:

Technologie Eignung für Öl/Diesel Vorteil Nachteil
Kapazitiv Hervorragend Keine beweglichen Teile, sehr stabil Nur für nicht-leitende Medien
Ultraschall Eingeschränkt Berührungslos Dämpfe absorbieren das Signal
Schwimmer Gut Günstig Mechanischer Verschleiß, verklebt leicht
Radar Sehr gut Hochpräzise Deutlich teurer in der Anschaffung
Hydrostatisch Bedingt Einfache Montage Dichteänderungen (Temp.) führen zu Fehlern

FAQ

F: Kann ich die Sonden LC16/LC22 selbst kürzen?

A: Ja, viele unserer kapazitiven Sonden können vor Ort auf die exakte Tankhöhe gekürzt werden. Nach dem Kürzen ist lediglich eine einfache Neukalibrierung (Nullpunkt/Spanne) erforderlich.

F: Funktionieren diese Sensoren auch mit Wasser?

A: Nein. Kapazitive Sensoren für Öl sind auf niedrige Dielektrizitätskonstanten ausgelegt. Wasser hat einen Wert von $\epsilon_r \approx 80$, was die Elektronik sättigen würde. Für Wasser empfehlen wir unsere hydrostatischen Pegelsonden.

F: Wie sicher sind die Sensoren gegen Kraftstoffdiebstahl?

A: In Kombination mit einem Telematiksystem und RS485-Ausgang können unsere Sensoren plötzliche Füllstandsverluste in Echtzeit melden – ein entscheidender Vorteil für das Flottenmanagement.

F: Benötige ich für einen Kunststofftank spezielles Zubehör?

A: Ja, Sie sollten eine Version mit Koaxialrohr wählen. Dieses fungiert als integrierte Referenzelektrode und garantiert eine stabile Messung, unabhängig von der Wandstärke des Kunststofftanks.


Möchten Sie Ihre Füllstandsmessung optimieren?

[Technisches Angebot anfordern] – Senden Sie uns Ihre Tankmaße für eine maßgeschneiderte Lösung.


Wenn Sie verschiedene Füllstandsmess-Technologien vergleichen oder ein komplettes Überwachungssystem planen, lohnt sich ein Blick auf unsere Füllstandssensoren, die ein breites Spektrum an Lösungen für unterschiedliche industrielle und umwelttechnische Anforderungen abdeckt.

Für Anwendungen mit kontinuierlicher Eintauchung bieten unsere Tauchfähige Füllstandssensoren hochstabile hydrostatische Messungen, während Ultraschall-Füllstandssensoren eine berührungslose Überwachung von Wasser, Chemikalien und offenen Kanälen ermöglichen.

In anspruchsvollen Umgebungen oder bei hohen Temperaturen liefern unsere Radar-Füllstandssensoren höchste Präzision und Zuverlässigkeit.

Ergänzend dazu liefern wir Drucksensoren für die Prozesssteuerung und Durchflussmesser für Wasser, Abwasser und industrielle Rohrleitungen – so können Sie ein komplettes, integriertes Messsystem aufbauen.