Hydraulik-Drucksensoren

Unsere Hydraulik-Drucksensoren bieten präzise Messung und zuverlässige Überwachung von Flüssigkeitsdrücken in Hydrauliksystemen. Sie sind besonders geeignet für Baumaschinen, Krananlagen, Feuerlöschgeräte, landwirtschaftliche Maschinen und andere industrielle Anwendungen.

Dank modernster Dünnfilm- und Sputtertechnologie gewährleisten unsere Sensoren hohe Genauigkeit, Widerstandsfähigkeit gegen Kavitation und Flüssigkeitshämmer sowie stabile Messwerte unter extremen Betriebsbedingungen. Entdecken Sie unsere PF300- und PF310-Serien für sichere und effiziente Hydrauliksysteme.

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Hydraulikdrucksensoren – Hochzuverlässige Druckmessung für anspruchsvolle industrielle Anwendungen

Hydraulikdrucksensoren sind zentrale Komponenten moderner Maschinen und Industrieanlagen. Sie liefern exakte, zuverlässige Echtzeit-Druckdaten für hydraulische Kreise und ermöglichen so optimale Leistung, Sicherheit und vorbeugende Wartung. Einsatzgebiete reichen von Baumaschinen und mobilen Hydrauliksystemen über industrielle Pressen bis hin zu Feuerlösch- und Hebesystemen.

Bei LONGVISTA sind unsere Hydraulikdrucksensoren — darunter die Serien PF300 und PF310 — speziell dafür entwickelt, lange Lebensdauer, hohe Präzision und extreme Widerstandsfähigkeit zu bieten — selbst unter Bedingungen wie Kavitation, Wasserschläge („Liquid Hammer“), Vibration, plötzlichen Druckstößen oder hohen Überlasten.


Was sind Hydraulikdrucksensoren?

Ein Hydraulikdrucksensor wandelt den Druck hydraulischer Flüssigkeit in ein elektrisches Signal um. Mit ihm kann man:

  • Systemdrücke messen und überwachen

  • Frühzeitig Lecks oder Blockaden erkennen

  • Betriebssicherheit und Lebensdauer der Anlage erhöhen

  • Ausfallzeiten reduzieren und Wartung planen

Solche Sensoren sind unverzichtbar, wenn hydraulischer Druck die Leistung oder Sicherheit von Maschinen direkt beeinflusst — etwa bei Kränen, Baggern, Hebevorrichtungen, Pressen oder industriellen Aggregaten.

Wichtige Funktionen eines Hydraulikdrucksensors

  • Kontinuierliche Druckmessung

  • Elektrische Schnittstellen zu Steuerungen und SPS (z. B. 4–20 mA, 0–10 V)

  • Unterstützung von Wartung und Fehlerdiagnose

  • Schutz vor Überdruck und Systemstörungen


Wie funktionieren moderne Hydraulikdrucksensoren?

Moderne Sensoren wie die Serien PF300 / PF310 verwenden die sputter-dünnfilm (thin-film) Sensortechnik. Der Überblick:

  1. Druckempfindliches Element: Ein metallischer oder dünnfilmbasierter Sensorchip reagiert auf Druckänderungen.

  2. Signalumwandlung: Die Verformung erzeugt eine elektrische Änderung (Widerstand, Kapazität o. Ä.), die elektronisch ausgewertet wird.

  3. Temperaturkompensation: Interne Schaltungen gleichen Temperaturabweichungen im Bereich von –40 °C bis +105 °C aus — somit hohe Messgenauigkeit.

  4. Langzeitstabilität: Viele Sensoren bieten Stabilität bis besser als ±0,1 % F.S./Jahr — ideal für Dauerbetriebe ohne häufige Neukalibrierung.

Diese Technologie ermöglicht:

  • Hohe Überdruckfestigkeit

  • Beständigkeit gegen Kavitation und Wasserschläge

  • Sehr gute Signalstabilität auch unter mechanischer Belastung


Branchen & Anwendungsbereiche: Wo Hydraulikdrucksensoren entscheidend sind

Bau- und Baumaschinen

  • Kräne, Bagger, Pile Driver, Straßenbau-Maschinen

  • Überwachung von Hebedruck, Auslegerlasten und Hydraulikzylindern

  • Früherkennung von Lecks oder Verschleiß verhindert teure Ausfälle

Feuerwehr- und Rettungsgeräte

  • Hydraulische Hebe- und Pumpensysteme

  • Konstante Leistungsüberwachung für zuverlässigen Einsatz

Landwirtschaftliche Maschinen

  • Traktoren, Mähdrescher, Lader

  • Landwirtschaftliches Hydrauliksystem für Anbaugeräte, Anbauwerkzeuge

Industrielle Hydrauliksysteme

  • Pressen, Spritzgussmaschinen, Hebesysteme, Produktionsanlagen

  • Dauerhaft präzise Messung für maximale Produktionssicherheit

Mobile Hydraulik und Fahrzeugtechnik

  • Betonpumpen, LKW-Hydraulik, Baumaschinen, Recyclinganlagen

  • Große Belastungen, häufige Bewegungen, variable Lasten — hohe Anforderungen an Sensorqualität


Leitfaden zur Auswahl des richtigen Hydraulikdrucksensors

Die Auswahl des passenden Hydraulikdrucksensors ist entscheidend für die Zuverlässigkeit und Lebensdauer eines hydraulischen Systems. In diesem Leitfaden findest du alle technischen Kriterien, die bei der Auswahl berücksichtigt werden sollten — inklusive praktischer Empfehlungen für typische Industrie- und Mobilhydraulik-Anwendungen.


1. Bestimmen Sie den erforderlichen Messbereich

Der Messbereich muss mindestens 20–30 % höher liegen als der typische Betriebsdruck, um Reserven für Lastwechsel und Druckspitzen zu haben.

Beispiel:

  • Betriebsdruck: 210 bar

  • Empfehlung: Sensor mit 250–300 bar Messbereich

Für Systeme mit häufig auftretenden Peaks (z. B. Bagger, Pressen) ist ein Sicherheitsfaktor von 1,5–2× sinnvoll.


2. Medienkompatibilität prüfen

Hydrauliksensoren müssen robust gegenüber den verwendeten Medien sein:

  • Hydrauliköl (HLP, HVLP)

  • Bio-Öl / synthetische Hydraulikflüssigkeiten

  • Bremshydraulik / Fire-Resistant Fluids (HFC, HFD usw.)

Achte auf:

  • Edelstahl 304/316L oder geschweißte Edelstahlmesszellen

  • Keine Elastomer-Dichtungen im Messbereich (bei hochwertigen Dünnfilmsensoren unnötig)

  • Hohe Korrosionsbeständigkeit


3. Temperaturbereich & Temperaturstabilität

Hydraulische Systeme arbeiten oft in extremen Umgebungen:

  • Mobile Maschinen: –40 °C bis +105 °C

  • Industrielle Hydraulik: –20 °C bis +85 °C

Wichtig:
Ein guter Hydrauliksensor bietet integrierte Temperaturkompensation, damit Messwerte stabil bleiben.


4. Schutz gegen Kavitation & Wasserschläge

In vielen Hydrauliksystemen entstehen kurzfristige Druckspitzen (bis 3–5× Betriebsdruck).

Achte auf folgende Merkmale:

  • „Pulse Snubber“ / integrierter Druckpulsdämpfer

  • Dünnfilm-Technologie

  • All-welded Edelstahlkonstruktion

  • Überlastfestigkeit ≥ 200–300 % F.S.

Die PF300/PF310-Serien erfüllen diese Anforderungen und sind für mobile Hydraulik optimiert.


5. Genauigkeitsanforderungen definieren

Typische Genauigkeiten:

  • ±0,25 % F.S. – Prozesshydraulik, Pressen, industrielle Maschinen

  • ±1,0 % F.S. – Mobile Maschinen, Baustellenhydraulik

  • ≤ ±0,1 % F.S./Jahr Drift – Für Systeme mit Dauerbetrieb

Bei schnellen Zyklen (Spritzguss, Pressen) ist eine kurze Ansprechzeit < 1 ms wichtig.


6. Wahl des richtigen Ausgangssignals

Die passende Schnittstelle hängt von der Steuerung ab:

Ausgang Vorteil Einsatz
4–20 mA Unempfindlich gegen Störungen, lange Leitungen möglich Industrielle Hydraulikanlagen
0–10 V Einfache Integration, kostengünstig Kompakte Aggregate, Maschinenbau
Ratiometrisch (0,5–4,5 V) Sehr schnelle Reaktion, geringe Stromaufnahme Mobile Maschinen, Fahrzeuge
Digitale Protokolle (optional) Höchste Ausfallsicherheit, Kalibrierung Hochwertige Industrieaggregate

7. Mechanischer Anschluss

Der Anschluss muss druck- und vibrationsbeständig sein.

Gängige Standards:

  • G1/4

  • M14x1.5

  • M20x1.5

  • NPT1/4

Empfehlung:
Für Hydrauliksysteme sind G1/4 oder M14x1.5 ideal aufgrund hoher Belastbarkeit.


8. Elektrischer Anschluss

Für raue Umgebungen empfiehlt sich:

  • Deutsch DT04-2P (mobile Maschinen)

  • M12-Steckverbinder (industrielle Anlagen)

  • Kabelausgänge für vibrierende Umgebungen


9. Vibration, Stöße und EMV berücksichtigen

Hydrauliksensoren — insbesondere in mobilen Maschinen — müssen:

  • gegen starke Vibrationen geschützt sein

  • EMV-Störungen durch Pumpen & Motoren tolerieren

  • Schockbelastungen durch Lastwechsel aushalten

Dünnfilm-Sensoren mit verschweißtem Edelstahlgehäuse sind hier Standard.


10. Auswahlentscheidung nach Anwendung

Industrielle Hydraulik

  • Hohe Genauigkeit

  • G1/4 Anschluss

  • 4–20 mA oder 0–10 V

  • Temperaturbereich –20 bis +85 °C

Empfohlen: PF300 / PF310

Mobile Maschinen

  • Hohe Schlagfestigkeit

  • Pulse Snubber

  • Ratiometrischer Ausgang

  • DT04-2P Stecker

Empfohlen: PF310 mit integriertem Druckpulsdämpfer

Pressen & Spritzguss

  • Sehr schnelle Ansprechzeit

  • Hohe Überdruckfestigkeit

Empfohlen: PF300


11. Kurze Checkliste für die richtige Auswahl

✔ Erforderlicher Messbereich (mit Sicherheitsreserve)
✔ Kompatibilität zum Medium (Hydrauliköl, Bio-Fluids, HFC, HFD usw.)
✔ Temperatur und Umgebungseinflüsse
✔ Überdruckfestigkeit + Schlagresistenz
✔ Benötigte Genauigkeit
✔ Passendes Ausgangssignal
✔ Mechanischer Anschluss + Dichtungskompatibilität
✔ Elektrischer Anschluss
✔ EMV- und Vibrationsanforderungen


Anwendungsspezifische Ingenieursempfehlungen

Hydraulische Systeme unterscheiden sich stark je nach Einsatzgebiet. Deshalb benötigen Ingenieure und Anlagenbauer spezifische Empfehlungen, um Drucksensoren zuverlässig in das Gesamtsystem zu integrieren. Die folgenden Hinweise basieren auf typischen Fehlermustern, realen Einsatzbedingungen und Best Practices aus Mobilhydraulik, Baumaschinen und industriellen Hydraulikaggregaten.


1. Baumaschinen (Bagger, Krane, Straßen- und Tunnelmaschinen)

Typische Herausforderungen:

  • Extreme Vibrationen

  • Hohe Spitzenlasten bei schnellen Lastwechseln

  • Kavitation durch schlagartige Ventilbewegungen

  • Hohe Temperaturen durch Dauerlast

Empfehlungen:

  • Sensor mit integriertem Pulse Snubber (z. B. PF300/PF310)

  • Mechanischer Anschluss: M14x1.5 oder G1/4

  • Elektrischer Anschluss: Deutsch DT04-2P, da vibrationsbeständig

  • Ausgangssignal: ratiometrisch (0,5–4,5 V) für schnelle Reaktion

  • Montage auf ruhigeren Leitungsabschnitten, nicht direkt an Pumpenausgängen

Zusatzhinweis:
Wenn die Anlage häufig schlagartige Lasten erfährt (z. B. Löffelzylinder beim Bagger), sollte eine Überlastfestigkeit von mindestens 3× F.S. gewählt werden.


2. Mobile Hydrauliksysteme in Fahrzeugen (Pump Trucks, Feuerwehrfahrzeuge, Transportfahrzeuge)

Typische Herausforderungen:

  • Große Temperaturunterschiede (–40 bis +105 °C)

  • Wechselnde Versorgungsspannung (12/24 V Bordnetz)

  • Elektromagnetische Störungen durch Motoren und Pumpen

Empfehlungen:

  • Dünnfilm-Technologie für hervorragende Temperaturstabilität

  • EMV-geprüfter Sensor mit integrierter Filterung

  • 4–20 mA bevorzugt bei langen Leitungswegen

  • Vibrationsbeständige Stecker: DT04-2P oder M12 A-Code

  • Montage in geschützten Bereichen, z. B. am Hydraulikverteiler, nicht am Schwingzylinder


3. Industrielle Pressen und Fertigungsmaschinen

Typische Herausforderungen:

  • Sehr schnelle Druckanstiege

  • Hohe Wiederholgenauigkeit erforderlich

  • Dauerbetrieb mit minimaler Drift

Empfehlungen:

  • Sensor mit kurzer Ansprechzeit (<1 ms)

  • Genauigkeit: ≤0,25 % F.S.

  • Drift: ≤0,1 % F.S./Jahr

  • Mechanische Entkopplung bei Vibrationsquellen (z. B. Gummi- oder Metallpuffer)

  • Ausgangssignal: 4–20 mA für höchste Präzision und Stabilität


4. Landwirtschaftliche Maschinen (Traktoren, Erntemaschinen, Lader)

Typische Herausforderungen:

  • Schmutz, Feuchtigkeit, Schlamm

  • Unregelmäßige Lastwechsel

  • Temperaturschwankungen je nach Saison

Empfehlungen:

  • Schutzart IP67 oder höher

  • Korrosionsbeständige Edelstahlkonstruktion

  • Kabellänge minimieren und mechanisch schützen

  • Regelmäßige Funktionskontrolle im Rahmen der Wartung

  • Ratiometrisches oder 4–20 mA Ausgangssignal, abhängig vom Steuergerät


5. Brandschutz- und Rettungssysteme (Feuerwehrautos, Rettungsplattformen)

Typische Herausforderungen:

  • Kritische Sicherheitsanforderungen

  • Ständige Bereitschaft im Standby-Modus

  • Druckspitzen bei plötzlicher Aktivierung

Empfehlungen:

  • Sensor mit hoher Überdruckfestigkeit (≥300 %)

  • Langzeitstabilität: ≤0,1 %/Jahr für sichere Standby-Überwachung

  • Mechanischer Anschluss: G1/4 oder M14x1.5

  • Verwendung von Edelstahl 316L für bessere Medienkompatibilität


6. Hydraulische Schilde und Tunnelbau

Typische Herausforderungen:

  • Hoher Druck (bis >60 MPa)

  • Starker Verschleiß

  • Vibrationsintensive Umgebung

Empfehlungen:

  • Messbereiche bis 100 MPa

  • Allgeschweißte Edelstahlkonstruktion

  • Pulse Snubber bei starkem Flüssigkeitshammer

  • Elektrischer Anschluss: M12 mit verriegelbarer Überwurfmutter


7. Hydraulische Pumpen und Verteilerstationen

Typische Herausforderungen:

  • Kavitation bei hohen Fördermengen

  • Druckschwankungen durch variable Displacement-Pumps

  • Bedarf an präziser Rückmeldung für Regelkreise

Empfehlungen:

  • Sensor in der Nähe des Druckreglers oder Ventilblocks montieren

  • Ansprechzeit ≤1 ms für schnelle Regelung

  • Genauigkeit 0,25–0,5 % F.S.

  • 4–20 mA Ausgang bevorzugt zur Störungsreduzierung


8. Allgemeine Empfehlungen für jede Hydraulikanwendung

Montage & Installation:

  • Sensor immer vor Temperaturen und Vibrationen schützen, z. B. 10–20 cm entfernt vom Pumpenausgang

  • Keine Montage an blockierten Leitungsabschnitten, die Druckwellen verstärken

  • Korrekte elektrische Erdung beachten, um EMV-Probleme zu minimieren

Wartung:

  • Sensorwerte regelmäßig mit Systemdruck vergleichen (Service-Check)

  • Steckverbindungen prüfen und gegen Feuchtigkeit schützen

  • Bei sehr schmutzigen Medien: Vorfilterung oder Mikrofilter prüfen


Typische Herausforderungen im Hydraulikbetrieb und wie unsere Sensoren sie lösen

Herausforderung Ursache im Hydrauliksystem Lösung durch PF300 / PF310
Kavitation Luftblasen im Öl → implodierende Gasblasen bei Unterdruck oder Einlauf Integrierter Pulsdämpfer (pulse-buffer) absorbiert Druckschwankungen
Wasserschläge / Liquid Hammer Plötzliche Ventil- oder Pumpenwechsel → Druckspitzen Robustes, all-welded Edelstahlgehäuse & Dünnfilm-Element mit hoher Schlagfestigkeit
Hohe Spitzendrücke Maschinenauslastung, Lastwechsel, Stöße Sensoren mit Messbereich bis 100 MPa & 300 % Überlastschutz
Vibration / Schock / elektrische Störungen Mobile oder Baustellen-Maschinen, Pumpen, Steuerungen Temperaturkompensierte, robuste Dünnfilm-Elemente + stabile Elektronik
Breites Temperaturspektrum Außen­einsätze, starke Umgebungsschwankungen Interne Temperaturkompensation für zuverlässige Messwerte zwischen –40 °C und +105 °C

Einbau & Montage: Best Practices für höchste Messgenauigkeit

Damit dein Drucksensor zuverlässig arbeitet, sind korrekte Installation und Umfeldbedingungen entscheidend:

  1. Einbauort mit Bedacht wählen

    • Möglichst nahe an Bereichen, wo Druck relevant ist (z. B. Hauptleitung, Hydraulikzylinder)

    • Luftblasen, starke Turbulenzen oder Pumpeneinläufe vermeiden

  2. Sensororientierung richtig ausrichten

    • Beachte Herstellerangaben — manche Sensoren reagieren empfindlich auf Schräglagen

  3. Kabel- und Leitungsführung schützen

    • Verwende abgeschirmte Leitungen bei Vibration oder elektromagnetischer Belastung

    • Schutz vor Abrieb, UV und Feuchtigkeit sichern

  4. Überdruckschutz einplanen

    • Einbau von Sicherheitsventilen oder Dämpfern, um kurzzeitige Spitzen abzuschwächen

  5. Kalibrierung und Tests direkt nach Installation

    • Mit bekannten Druckwerten testen

    • Analog- oder Digitalausgang mit Sollwerten abgleichen


Hydraulikdrucksensor vs. andere Druckmesstechnologien

Sensor-Typ Typische Anwendung Vorteil Nachteil
Hydraulikdrucksensoren (PF300 / PF310) Mobile Maschinen, Hydraulik-Aggregate Robust, wasserschlagfest, hohe Genauigkeit Höherer Preis als einfache Sensoren
Gauge-Drucksensoren HVAC, Pumpen, niedriger Druckbereich Kostengünstig, einfach Nicht geeignet für Hochdruckhydraulik
Differenzdruck-Transmitter Filter- oder Volumenstrom-Überwachung Ideal für Luft, sauberes Wasser Nicht hydraulikgeeignet
Ex-geschützte Sensoren Chemie, Öl & Gas Explosionssicher Nur für spezielle Umgebungen sinnvoll

Typische Fehlerquellen & wie man sie vermeidet

Auch hochwertige Sensoren können bei falscher Anwendung versagen. Häufige Probleme:

  • Messabweichungen (Drift) – durch Materialermüdung oder Temperaturstress

  • Undichtigkeiten – durch beschädigte Dichtungen oder fehlerhafte Montage

  • Signalrauschen – durch elektrische Störungen oder Vibration

  • Druckspitzen-Beschädigung – bei fehlendem Überdruckschutz

Vorbeugung: Einsatz gemäß Spezifikation, Schutzmaßnahmen wie Pulsdämpfer und Überdruckventile, regelmäßige Wartung und Kontrolle.

 


Warum LONGVISTA-Hydraulikdrucksensoren?

  • Hohe Genauigkeit: ± 0,25 % – 1,0 % F.S. mit Temperaturkompensation

  • Robuste Bauweise: All-welded Edelstahlgehäuse, ölfrei und korrosionsbeständig

  • Schlag- und Überdruckfest: Besonders geeignet bei Kavitation und Wasserschlägen

  • Schnelle Reaktionszeit: ≤ 1 ms – ideal für dynamische hydraulische Systeme

  • Langzeitstabilität: ≤ ± 0,1 % F.S./Jahr — zuverlässig auch bei Dauerbetrieb

  • Vielfältige Schnittstellen: 4–20 mA, 0–10 V, ratiometrisch – kompatibel mit SPS und Steuerungen


FAQ – Hydraulische Drucksensoren

Q1: Was ist ein hydraulischer Drucksensor und wie funktioniert er?
A1: Ein hydraulischer Drucksensor misst den Druck von Flüssigkeiten innerhalb eines Hydrauliksystems und wandelt diesen in ein elektrisches Signal um. Dieses Signal wird zur Überwachung, Regelung und Sicherheit des Systems verwendet. Moderne Sensoren nutzen Dünnfilm-Technologie für hohe Genauigkeit und Langzeitstabilität.

Q2: Wofür werden hydraulische Drucksensoren eingesetzt?
A2: Typische Anwendungen sind:

  • Baumaschinen (Bagger, Krane, Straßen- und Tunnelmaschinen)

  • Mobile Hydrauliksysteme (Pump Trucks, Feuerwehrfahrzeuge)

  • Industrielle Pressen und Fertigungsmaschinen

  • Landwirtschaftliche Maschinen (Traktoren, Erntemaschinen)

  • Brandschutz- und Rettungssysteme

  • Hydraulische Pumpen, Verteilerstationen und industrielle Hydraulik

Q3: Welche Vorteile bieten hydraulische Drucksensoren mit Dünnfilm-Technologie?
A3: Dünnfilm-Sensoren bieten:

  • Hohe Präzision (±0,25 % F.S. bis ±1 % F.S.)

  • Geringe Langzeitdrift (≤0,1 % F.S./Jahr)

  • Widerstand gegen Kavitation, Flüssigkeitshammer und Vibration

  • Robuste Edelstahl-Allgeschweißte Bauweise

Q4: Welche Signaltypen stehen zur Verfügung?
A4: Häufig genutzte Ausgangssignale:

  • 4–20 mA (Industrie-standard, lange Leitung geeignet)

  • 0–10 V (analoge Steuerungen)

  • 0,5–4,5 V ratiometrisch (schnelle Reaktion)

Q5: Wie wähle ich den richtigen hydraulischen Drucksensor aus?
A5: Wichtige Kriterien:

  • Maximaler Druckbereich des Systems

  • Überdruckschutz (mindestens 2–3× F.S.)

  • Temperaturbereich des Arbeitsumfelds

  • Kompatibilität mit Flüssigkeiten

  • Ansprechzeit und Genauigkeit

  • Mechanische und elektrische Anschlussart

Q6: Wie kann ich die Lebensdauer des Sensors maximieren?
A6: Empfehlungen:

  • Montage auf vibrationsarmen Leitungsabschnitten

  • Schutz vor extremen Temperaturen und Schmutz

  • Regelmäßige Funktionsprüfung und Kalibrierung

  • Verwendung geeigneter Steckverbindungen (z. B. DT04-2P oder M12)

Q7: Können hydraulische Drucksensoren in mobilen Anwendungen eingesetzt werden?
A7: Ja. Speziell für mobile Hydrauliksysteme ausgelegte Sensoren sind robust gegen Vibration, Temperaturänderungen und Versorgungsspannungsschwankungen. Sie bieten zuverlässige Leistung in Fahrzeugen, Pumpen und mobilen Maschinen.

Q8: Was unterscheidet hydraulische Drucksensoren von Standard-Drucksensoren?
A8: Hydraulische Drucksensoren sind speziell für die rauen Bedingungen von Hydrauliksystemen entwickelt. Sie widerstehen Kavitation, Flüssigkeitshammer, Hochdruckspitzen und starken Vibrationen, die in mobilen und industriellen hydraulischen Anwendungen üblich sind.


Für weiterführende Anwendungen und zusätzliche Anforderungen an Druckmessungen empfehlen wir, auch unsere Universelle Drucksensoren zu prüfen, die sich für allgemeine Prozess- und Automatisierungssysteme eignen.

In explosionsgefährdeten Bereichen oder bei der Messung von Öl, Gas und chemischen Medien bieten unsere Ex-geschützte Drucksensoren  zuverlässige Sicherheit und höchste Präzision.

Für Wasser- und Pumpenanlagen, Rohrnetze oder kommunale Versorgungssysteme sind unsere Wasserdrucksensoren die ideale Wahl.

Wenn Sie differenzdruckbasierte Messungen durchführen möchten, sehen Sie sich unsere Differenzdrucktransmitter an.

Einen umfassenden Überblick über alle Sensortypen und Kategorien finden Sie auf unserer Hauptkategorie „Drucksensoren“-Seite.