Explosionsgeschützte & Eigensichere Drucksensoren
Zertifizierte ATEX- & IECEx-Transmitter für die Gefahrenzonen 0, 1 und 2. Optimiert für Öl & Gas, Wasserstoff-Anwendungen und die chemische Industrie.
In explosionsgefährdeten Bereichen ist ein Geräteausfall nicht nur ein wirtschaftliches Problem – er ist ein Sicherheitsrisiko. Longvista bietet Hochleistungs-Drucksensoren, die strengste internationale Explosionsschutz-Standards erfüllen. Ob Sie druckfeste Kapselungen (Ex d) für Pipelines oder eigensichere Ausführungen (Ex ia) für flüchtige Gasnetze benötigen: Unsere Sensoren liefern Präzision ohne Kompromisse.
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Zertifizierte Sicherheit: Vollständige Konformität mit ATEX und IECEx für Gase (G) und Stäube (D).
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Schweizer Zuverlässigkeit: Robuste Konstruktion aus 316L-Edelstahl oder 17-4PH für korrosive Medien.
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Ready for Hydrogen: Spezielle Materialien für Wasserstoff- und Sauerstoffanwendungen zur Vermeidung von Versprödung und Entzündung.
Schnellauswahl: Druckfeste Kapselung vs. Eigensicherheit
| Anforderung | Zündschutzart | Empfohlenes Modell | Idealer Einsatzbereich |
| Zone 0 / 20 | Eigensicherheit (Ex ia) |
PF100 / PF200 |
Gastanks, kleine Gehäuse, medizinischer Sauerstoff |
| Zone 1 / 21 | Druckfeste Kapselung (Ex d) |
P20EX |
Öl-Pipelines, Raffinerien, schwere Maschinen |
| Hochdruck | Dünnfilm-Technologie |
PF100 / PF200 |
Wasserstoff-Tankstellen, Hydraulikaggregate |
| Vibration/Schock | Piezoresistives Silizium |
P20EX |
Kompressorenstationen, Gasnetze |
Explosionsfest vs. Intrinsisch Sicher – Worauf es ankommt
| Merkmal | Explosionsfest (Flameproof) | Intrinsisch Sicher (IS) |
|---|---|---|
| Prinzip | Gehäuse enthält evtl. Zündquellen sicher | Energie auf unzündliches Maß limitiert |
| Typische Einsatzfelder | Pipelines, Raffinerien, chemische Anlagen | Gasnetze, Kraftstoffe, Sauerstoffanlagen |
| Zertifizierung | Ex d (Flameproof) | Ex ia (Intrinsisch sicher) |
| Wartung | Regelmäßige Prüfung empfohlen | Geringerer Aufwand, abhängig von Installation |
Beide Ausführungen ergänzen sich — die Wahl hängt von Gefahrenzone, Medium, Anlagentyp und Vorschriften ab.
Leitfaden zur technischen Auswahl (Die Experten-Checkliste)
Die Wahl eines ATEX-zertifizierten Sensors geht über den reinen Druckbereich hinaus. Um die Systemintegrität und Konformität zu gewährleisten, sollten Sie diese vier kritischen Parameter bewerten:
1. Schutzkonzepte: Ex d vs. Ex ia
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Druckfeste Kapselung (Ex d): Entwickelt, um eine interne Explosion einzuschließen und zu verhindern, dass diese auf die umgebende Atmosphäre übergreift. Ideal für schwere industrielle Stromschleifen.
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Eigensicherheit (Ex ia): Begrenzt die elektrische Energie (Strom und Spannung) so weit, dass kein Funke oder thermischer Effekt eine Zündung verursachen kann. Erfordert die Verwendung einer Zenerbarriere oder eines Galvaniktrenners.
2. Gas- vs. Staubgefahren verstehen
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Gruppe II (Gase): Kategorisiert von IIA (Propan) bis IIC (Wasserstoff/Acetylen). Wenn Ihre Anlage mit Wasserstoff betrieben wird, müssen Sie Sensoren mit IIC-Zulassung spezifizieren.
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Gruppe III (Stäube): Kategorisiert für leitfähige und nicht-leitfähige brennbare Stäube (z. B. Getreide-, Kohle- oder Zuckerverarbeitung).
3. Materialverträglichkeit & Wasserstoffversprödung Bei Anwendungen im Bereich Öl & Gas oder „Grüner Wasserstoff“ müssen die medienberührten Teile des Sensors kompatibel sein. Wir bieten 316L-Edelstahl für Standard-Korrosionsmedien sowie spezialisierte Behandlungen für den Wasserstoff-Service an, um Metallversprödung und Leckagen zu verhindern.
Praxiserprobte Empfehlungen nach Branchen
Basierend auf unserer Erfahrung in globalen Energie- und Chemienetzen empfehlen wir diese Best Practices für eine optimale Sensorleistung:
1. Wasserstoff & Erneuerbare Energien
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Leckageprävention: Verwenden Sie bei der Wasserstoffspeicherung vollverschweißte Dünnfilm-Sensoren (wie den PF100). Diese haben keine internen O-Ringe, wodurch das Risiko einer Gaspermeation eliminiert wird.
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Sicherheitstipp: Verwenden Sie für Wasserstoff immer eigensichere (Ex ia) Modelle. Aufgrund der geringen Zündenergie von Wasserstoff ist die Begrenzung der elektrischen Leistung das sicherste Konstruktionsprinzip.
2. Öl & Gas: Pipelines und Raffinerien
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Vibrationsmanagement: Pipelines in der Nähe von Kompressorenstationen sind hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt. Der P20EX verwendet ein piezoresistives Silizium-Element mit hoher Vibrationstoleranz, um sicherzustellen, dass das Signal unter Last nicht „springt“.
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Umweltschutz: Spezifizieren Sie für Offshore- oder Küstenraffinerien Gehäuse der Schutzart IP67/IP68, um die interne Elektronik vor salzhaltiger Feuchtigkeit und „Atmungseffekten“ durch Temperaturzyklen zu schützen.
3. Chemische & Pharmazeutische Verarbeitung
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Aggressive Medien: Stellen Sie bei der Überwachung von Reaktoren mit sauren oder alkalischen Dämpfen sicher, dass die Membran aus 316L-Edelstahl besteht.
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Signalintegrität: In Anlagen mit starken elektromagnetischen Störungen (EMI) durch große Pumpen sollten Sie den 4–20 mA (Zweileiter)-Ausgang verwenden. Er ist der Industriestandard für die Fernübertragung in Gefahrenzonen, da er äußerst resistent gegen Spannungsabfälle und Rauschen ist.
Fehlerbehebung in explosionsgefährdeten Bereichen
Warnung: Öffnen Sie niemals ein Sensorgehäuse innerhalb einer Ex-Zone, während der Stromkreis unter Spannung steht. Führen Sie Diagnosen nur in sicheren Bereichen durch.
| Problem | Mögliche Ursache | Lösung |
| Kein Signal | Defekte Zenerbarriere oder Trennschaltverstärker | Barriere im sicheren Bereich prüfen; Schleifenspannung messen. |
| Instabile Werte | Starke EMI durch Motoren/Inverter | Schirmung controllerseitig erden; 4-20mA Signal nutzen. |
| Nullpunktdrift | Membranschaden durch Druckstöße | Druckstoßdämpfer installieren; Medienverträglichkeit prüfen. |
| Totalausfall | Gebrochene Membran / Überspannung | Systemdruck gegen Überlastgrenze prüfen; Blitzschutz prüfen. |
FAQ
F: Was ist der Unterschied zwischen ATEX- und IECEx-Zertifizierungen? A: ATEX ist eine zwingende Anforderung für die Europäische Union. IECEx ist ein internationaler Standard, der in vielen globalen Märkten anerkannt wird. Die meisten unserer Sensoren tragen beide Zertifizierungen, was den weltweiten Einsatz ohne Neuzertifizierung ermöglicht.
F: Benötige ich immer eine Sicherheitsbarriere (Zenerbarriere)? A: Wenn Sie einen eigensicheren (Ex ia) Sensor wie unsere PF-Serie verwenden, ist eine Sicherheitsbarriere zwingend erforderlich, um die Energie im Ex-Bereich zu begrenzen. Bei druckfest gekapselten (Ex d) Modellen wie dem P20EX ist meist keine Barriere nötig, da das Gehäuse den Schutz bietet.
F: Können diese Sensoren für Sauerstoff- oder Wasserstoffanwendungen genutzt werden? A: Ja, aber sie müssen speziell für diese Anwendungen bestellt werden. Der Sauerstoff-Service erfordert eine ölfreie Reinigung und spezielle Füllflüssigkeiten. Wasserstoff-Anwendungen erfordern Werkstoffe, die gegen Wasserstoffversprödung resistent sind.
F: Wie wähle ich zwischen einem 2-Leiter- und einem 3-Leiter-Ausgang im Ex-Bereich? A: In 90 % der Ex-Anwendungen ist der 2-Leiter 4-20mA Anschluss der Goldstandard. Er benötigt weniger Adern (reduziert Zündquellen), bietet eine Leitungsbruchüberwachung und ist unempfindlicher gegenüber Spannungsabfällen bei langen Kabelwegen.
Weitere Informationen zu Drucksensoren für Standardanwendungen finden Sie auf unserer Hauptseite Drucksensoren.
Für differenzdruckbasierte Messungen in Lüftungsanlagen und Reinräumen empfehlen wir unsere Differenzdrucktransmitter.
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