Industrielle Drucksensoren & Druckmessumformer

Hochpräzise Messung für Luft-, Flüssigkeits- und Gassysteme. Auf Stabilität ausgelegt und mit EU-weiter Logistik geliefert.

Die Wahl des richtigen Drucksensors sollte kein Ratespiel sein. Longvista bietet eine kuratierte Auswahl an Druckmessumformern und Druckaufnehmern, die speziell für die Anforderungen in der HLK-Technik, Wasseraufbereitung und Industriehydraulik entwickelt wurden. Wir schließen die Lücke zwischen fortschrittlicher Fertigung und europäischen technischen Anforderungen – mit CE-zertifizierten Lösungen und technischem Support auf Schweizer Niveau.

  • Geprüfte Materialien: Optionen in Edelstahl (v4a / 316L) und Keramik gewährleisten maximale chemische Beständigkeit und Druckfestigkeit.

  • Standardisierte Signale: 4–20 mA, 0–10 V und Modbus RTU für eine reibungslose Integration in SPS- und GLT-Systeme.

  • Internationaler Versand: Optimierte Logistik für eine zoll- und steuereffiziente Lieferung in der gesamten EU und der Schweiz.



Ingenieur-Guide: So wählen Sie den richtigen Drucksensor

Basierend auf unserer Erfahrung bei der Unterstützung industrieller Projekte empfehlen wir, diese 5 Säulen zu prüfen, bevor Sie Ihre Spezifikation festlegen:

1. Messbereich & Überlastfähigkeit

Der Sensor muss den maximalen Systemdruck abdecken (inkl. Pumpenstart, Druckstöße, Kavitation).
Hydrauliksysteme benötigen massiv überlastfeste Modelle.

2. Medienverträglichkeit

Abhängig von Medium und Temperatur:

  • SS304 / SS316L für Wasser und neutrale Flüssigkeiten

  • Keramikmembran für abrasive oder korrosive Medien

  • Ölgefüllte Edelstahlmembran für Hydraulik

  • Kältemittelbeständige Varianten (R32, R410A, CO₂)

3. Temperatur & Umweltbedingungen

  • HLK: hohe thermische Schwankungen → Temperaturkompensation wichtig

  • Außenbereiche: IP65–IP68 gefordert

  • Hydraulik: hohe Vibration → mechanisch robuste Bauform

  • Ex-Zonen: ATEX/IECEx erforderlich

4. Ausgangssignal

Wählen Sie passend zu Ihrem Steuerungssystem: 4–20 mA für industrielle Regelkreise, 0–10 V für die Gebäudeautomation oder RS485/Modbus für vernetzte Systeme.

5. Genauigkeit & Langzeitstabilität

In der Prozessindustrie ist eine hohe Genauigkeit (≤ 0,5% F.S.) erforderlich, während HLK- und Wassersysteme vor allem auf geringe Drift über viele Jahre angewiesen sind.


Materialauswahl – Leitfaden für die richtige Sensorbeständigkeit

Die Verwendung einer falschen Membran oder eines ungeeigneten Gehäusematerials führt unweigerlich zu Korrosion oder Materialermüdung. Hier ist eine Schnellauswahl-Referenz basierend auf unserer Praxiserfahrung:

Medium Empfohlenes Material
Wasser SS304 / SS316L / Keramikmembran
Abwasser Keramikmembran (hohe Beständigkeit gegen Schmutz & Chemikalien)
Hydrauliköl SS316L
Kältemittel SS304 / SS316L + laser­geschweißte Dünnschichtmembran
Diesel / Öl SS316L
Leicht korrosive Medien SS316L oder Keramik
Aggressive Chemikalien Teflon-beschichtet, Hastelloy, Keramik

Hinweis vom Ingenieur: Für Standard-Wasseranwendungen ist Edelstahl 304 ausreichend. Bei aggressivem Abwasser oder schlammigen Medien empfehlen wir jedoch immer eine Keramikmembran, da diese wesentlich abriebfester gegenüber Feststoffen ist.


Anwendungsspezifische Engineering-Empfehlungen

HLK & Gebäudeautomation

In der Lüftungs- und Klimatechnik ist Langzeitstabilität oft wichtiger als reine Reaktionsgeschwindigkeit. Wir empfehlen Sensoren mit integrierter Temperaturkompensation, um Signal-Drifts bei saisonalen Temperaturschwankungen zu vermeiden.

  • Anwendungen: Überwachung von Kältemittel-Saug-/Druckleitungen, Chiller-Steuerung, Filterüberwachung in RLT-Anlagen, VAV-Systeme.

  • Integration: Modbus RTU, 0–10 V, 4–20 mA. Kompatibel mit Siemens, SAIA, Honeywell, Wago und anderen GLT-Systemen.

  • Longvista-Tipp: Für Reinräume oder Kanaldrücke sollten Sie unsere MEMS-basierten Differenzdruck-Transmitter nutzen. Diese bieten die nötige Auflösung für einen präzisen Druckabgleich.

Empfohlene Sensortypen:
Differenzdrucktransmitter
HLK-Drucksensoren
Universelle Drucksensoren


Wasser- & Abwassersysteme

Wasseranwendungen sind oft durch hohe Feuchtigkeit und Vibrationen geprägt. Hier ist die Dichtungstechnologie (IP-Schutzart) genauso kritisch wie das Messelement selbst.

  • Anwendungen: Pumpensteuerung, Druckerhöhungsanlagen, Leitungsüberwachung, Differenzdruck für Filterreinigung, hydrostatische Tankmessung.

  • Wichtige Merkmale: Keramik- oder Edelstahl-316L-Membranen, IP65 bis IP68 Schutzart.

  • Longvista-Tipp: Wenn Sie mit Grauwasser oder feststoffhaltigen Flüssigkeiten arbeiten, vermeiden Sie Edelstahlmembranen. Wir empfehlen für diese Umgebungen Keramiksensoren, da diese resistent gegen Sand und Partikel sind, die dünne Metallfolien punktieren könnten.

Empfohlene Sensortypen:
Wasserdrucksensoren
→ Universelle Drucksensoren
Spezial-Drucksensoren


Industrielle Hydraulik & Mobile Maschinen

Hydrauliksysteme stellen extreme Anforderungen. Schnelle Ventilbewegungen erzeugen „Druckschläge“ (Water Hammer), die einen Standardsensor innerhalb weniger Tage zerstören können.

  • Anwendungen: Pressen, Spritzgussmaschinen, Bagger, Kräne, Hydraulikaggregate (HPU).

  • Wichtige Merkmale: Hohe Druckbereiche (bis 600+ Bar), Schock- und Vibrationsfestigkeit, extrem kurze Ansprechzeit.

  • Longvista-Tipp: Für diese Einsatzorte spezifizieren wir robuste „Ruggedized“-Transmitter. Nutzen Sie unbedingt einen Druckminderer/Dämpfer (Snubber) im Anschluss, um Spitzen abzufangen. Unsere Hydraulik-Serie ist speziell für diese Belastungen ausgelegt.

Empfohlene Sensortypen:
Hydraulik-Drucksensoren
Ex-geschützte Drucksensoren (Öl & Gas)


Prozessautomation & Chemische Anlagen

Im Chemiesektor steht die Materialverträglichkeit an erster Stelle. Ein Ausfall bedeutet hier oft nicht nur Stillstand, sondern auch ein Sicherheitsrisiko.

  • Anwendungen: Chemikaliendosierung, Kompressorensteuerung, Industriegasanlagen, Energieerzeugung.

  • Wichtige Merkmale: ATEX/IECEx-Zertifizierung bei Bedarf, hohe thermische Stabilität.

  • Longvista-Tipp: Prüfen Sie immer die Kompatibilität der O-Ringe und Membranen. Für aggressive Medien bieten wir spezialisierte Materialien wie Hastelloy oder Teflon-Beschichtungen an, damit der Sensor nicht zur Leckstelle in Ihrem Prozess wird.

Empfohlene Sensortypen:
→ Spezial-Drucksensoren
→ Ex-geschützte Drucksensoren
→ Universelle Drucksensoren


FAQ – Drucksensoren & Druckmessumformer

F: Welches Ausgangssignal sollte ich wählen? A: 4–20 mA ist der Industriestandard für lange Kabelwege und störanfällige Umgebungen (EMV). 0–10 V ist in der Gebäudeautomation (HLK) weit verbreitet, während RS485/Modbus ideal ist, wenn Sie mehrere Sensoren kosteneffizient in einem Netzwerk zusammenschließen möchten.

F: Bieten Sie technische Unterstützung bei der Dimensionierung an? A: Absolut. Unser Engineering-Team hilft Ihnen gerne dabei, die richtigen Gewindegrößen (G1/4, NPT etc.) und die Materialverträglichkeit zu prüfen, damit der Sensor nahtlos in Ihre bestehende Infrastruktur passt.

F: Wie genau sind industrielle Drucksensoren? A: Die Genauigkeit hängt von der Anwendung ab:

  • HLK & Wasser: ±0,5–1 % F.S.

  • Industrieautomation: ±0,25–0,5 % F.S.

  • Hochpräzise Prozesssteuerung: ±0,1 % F.S. oder besser. Beachten Sie, dass auch Temperaturdrift und Montageposition die reale Genauigkeit beeinflussen.

F: Kann ein Drucksensor für alle Arten von Flüssigkeiten verwendet werden? A: Nein. Die Verträglichkeit hängt von der chemischen Zusammensetzung, Viskosität und möglichen Feststoffanteilen ab. Hydrauliköl, Kältemittel, Trinkwasser und aggressive Chemikalien erfordern jeweils spezifische Gehäusematerialien und Dichtungstechnologien.

F: Wie lange ist die typische Lebensdauer eines Drucksensors? A: Unter normalen Bedingungen:

  • HLK/Wasser: 5–10 Jahre.

  • Hydraulik: 3–7 Jahre.

  • Aggressive Chemie: 2–5 Jahre. Eine fachgerechte Installation und ein wirksamer Überspannungsschutz können die Lebensdauer signifikant verlängern.

F: Welche Zertifizierungen sind für meine Projekte erforderlich? A: Je nach Region und Branche: CE für die EU-Konformität, ATEX / IECEx für explosionsgefährdete Bereiche und RoHS für Materialsicherheit. In explosionsgefährdeten Bereichen ist der Einsatz zertifizierter Geräte zwingend vorgeschrieben.


Erweitern Sie Ihr System

Zuverlässige Druckdaten sind erst der Anfang. Für eine ganzheitliche Prozesskontrolle bietet unser Portfolio ergänzende Technologien, die sich nahtlos in Ihre Steuerung integrieren lassen:

Füllstandssensoren ermöglichen eine zuverlässige Überwachung von Tanks, Behältern und Reservoirs in Wasser-, Abwasser- und Industrieanwendungen.

Durchflussmesser unterstützen die Optimierung von Pumpen, erkennen Anomalien frühzeitig und gewährleisten eine präzise Durchflussregelung in Rohrleitungen und HLK-Systemen.

Für abgelegene Standorte oder verteilte Anlagen bieten unsere drahtlosen Sensoren flexible Datenübertragung und Echtzeit-Transparenz – ganz ohne aufwändige Verkabelung.